Apples HTML5 Demos proprietärer und ristriktiver als jede Flash-Anwendung

Seit geraumer Zeit nun heizt Apple die Diskussion Flash vs. HTML5 an. Leider widerspricht sich Apple wie so oft selbst und schadet der Sache HTML5 eher, als sie zu pushen.

So arbeiten die Demos ausschließlich und ohne jede technische Berechtigung mit dem Apple-Browser Safari zusammen. Christopher Blizzard von Firefox bringt es auf den Punkt:

Apple’s messaging is clearly meant to say ‘hey, we love the web’ but the actual demos they have and the fact that actively block other browsers from those demos don’t match their messaging. It’s not intellectually honest at all.

Das eigentlich interessante Fazit aus Apples Aktion ist dabei nicht, dass der Konzern sich gerade im Punkt Offenheit von Technologien wie so oft aufs Schärfste selbst widerspricht, sondern der Fakt, dass schon eine Demo-Seite zu enormen Diskussionen über die HTML5-Unterstützung auf diversen (möglichst allen) Browserplattformen führt.

Es ist stark anzunehmen, dass Apple sich nur fadenscheinig um den offenen Standard HTML5 bemüht, insgeheim jetzt aber schon nur darauf baut, den Standard in der eigenen Interpretation (mit dem eigenen Browser Safari und dem eigenen komplett geschlossenen Ökosystem) zu nutzen. Damit bestätigt Apple meine Ansicht:

Die Praxis hat doch gezeigt, dass Browser die Standards eben nicht gleich umsetzen – es ist nicht zu erwarten, dass das mit eher komplexeren Inhalten besser wird – da ist Flash als zumindest einheitliches Plugin das kleinere Übel.

Besser macht das (bis vor kurzem hätte ich noch “ironischerweise” geschrieben) Microsoft: http://ie.microsoft.com/testdrive/ – Deren Demos sind für jeden Browser offen.

Quellen:

http://theflashblog.com/?p=2069

http://t3n.de/news/html5-showcase-apple-zeigt-html5-alles-geht-273495/#comments

Tags: ,

Einen Kommentar hinterlassen