Bau einer Greenscreen Hohlkehle

Greenscreen Greenscreen

Für unser kleines Foto- und Videostudio haben wir in den letzten Monaten Zug um Zug eine Hohlkehle geplant, gebaut und grün angestrichen, so dass unser Studio jetzt für Greenscreenproduktionen einsatzfähig ist.
Da man dazu generell wenig Informationen im Netz findet, beschreibe ich anhand von ein paar Bildern, wie wir vorgegangen sind.

Der Unterbau

Skizze Hohlkehle
Zunächst ein paar Worte zu den Gegebenheiten: Wir hatten eine Wand von 7,2m Breite auf 2,85m Höhe, die komplett mit einer Hohlkehle versehen werden sollte. An dieser Wand war am Boden zu früherer Zeit bereits eine Hohlkehle, die jedoch nicht mehr vorhanden war. Dadurch ist jedoch eine Kante von etwa 3mm zum restlichen Boden gegeben gewesen, so dass sich hier die Holzplatten der Hohlkehle ansetzen ließen. Auf Basis der Skizze haben wir die Materialien für den Unter- und Oberbau geplant und besorgt, der Einbau wurde jedoch von einem Schreinerteam vorgenommen, dass zu diesem Zeitpunkt auch weitere Arbeiten bei uns im Haus durchgeführt hatte. Dadurch war eine professionelle Verarbeitung gewährleistet und wir mussten uns um nichts weiter kümmern. Der Unterbau besteht aus 54×34mm Vierkant Leisten sowie vom Schreiner zugesägten Elementen für die Rundungen. Auf diesen Unterbau wurden dann 2mm dicke Spanplatten montiert (die gleichen Platten wie für Möbelrückwände).

Greenscreen Greenscreen

Spachtel und Grundierung

Nachdem der Unterbau mit Holzplatten verkleidet war, wurden die verbleibenden Schlitze und Schraubenlöcher sauber verspachtelt und mehrfach verschliffen um eine möglichst plane Oberfläche für die Hohlkehle zu erhalten. Wir haben uns bewusst gegen Silikonfugen entschieden um Reflexe an den Fugen zu vermeiden. Die Oberfläche wurde dann in mehreren Streich- und Trockenphasen insgesamt drei Mal weiß grundiert um den Farbverbrauch bei der grünen Farbe niedriger zu halten und ein gleichmäßigeres Ergebnis zu erreichen. Das Bild zeigt die Hohlkehle nach der ersten Grundierung.
Grundierung Videopaint

Es wird grün!

Bei der Farbe haben wir uns nach einiger Recherche für Rosco Videopaint Chroma Key Green (5711) entschieden, was – wie sich herausgestellt – eine gute Entscheidung war. Die Farbe lässt sich hervorragend verarbeiten und der Verbrauch ist relativ gering. Die Herstellerangabe von 28qm/Eimer ist ziemlich realistisch, sofern gut grundiert wird. Wir haben für unsere etwa 33qm etwas mehr als einen Eimer benötigt.
Greenscreen

Was noch fehlt: Licht

Bei der Ausleuchtung haben wir uns nach mehreren Tests und der Beratung durch Gregor Baumert für Kinoflos (oder äquivalente Lampen) entschieden, da hierdurch mit einer Leuchtreihe oberhalb des Screens eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung von oben bis unten zu erreichen ist. Sobald es hier etwas neues zu sehen gibt, werde ich Bilder posten. Zum Abschluss noch ein Screenshot aus einem ersten Test mit mangelhafter Ausleuchtung und H264 Artefakten. Das Grün ist jedoch nicht verkehrt.
Test

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Ein Kommentar zu “Bau einer Greenscreen Hohlkehle”

  1. Bodo Sämisch schreibt am 20.04.2010 um 10:13

    Ist wirklich professionell geworden – Glückwunsch!

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